Coalition PLUS Schweiz

Unsere Geschichte

Coalition PLUS ist 2008 auf Initiative von vier Vereinen zur Bekämpfung von HIV/Aids gegründet worden: AIDES (Frankreich), ALCS (Marokko), ARCAD-SIDA (Mali), COCQ-SIDA (Quebec). Es erschien uns damals unerlässlich das Know-how der Vereine zur Bekämpfung von HIV/Aids, denen es allen am Herzen lag, die von der Epidemie meist gefährdeten Gemeinschaften in ihre Führung und ihre Programme mit einzubinden, aus verschiedenen Kontinenten zusammenzuführen. Unsere Vereinigung hatte schon immer zum Ziel, eine internationale Referenz zu werden, die stark genug ist, um die Politik im Bereich der Bekämpfung von HIV/Aids dahingehend zu entwickeln, dass sie die Erfahrungen dieser gefährdeten Gemeinschaften in Betracht ziehen. Oberstes Ziel ist, die Kurve der weltweiten HIV/Aids-Epidemie umzukehren und ihr langfristig ein Ende zu setzen.

Coalition PLUS vereint gemeinschaftliche Vereine, die mehrheitlich französischsprachig sind und die gemeinsame Werte und Ziele haben: Den allgemeinen Zugang zu medizinischer Versorgung und Vorbeugung; die Bekämpfung der Stigmatisierung und Kriminalisierung von HIV-positiven Personen; die Verteidigung der Rechte jener Bevölkerungen, die dem Infektionsrisiko am stärksten ausgesetzt sind (Migranten/innen, Homosexuelle, Sexarbeiter/innen, Drogenkonsumenten/innen). Dabei gilt allgemein das unveräußerliche Prinzip der Nord-Süd-Solidarität.

Seit 2008 hat die Schlagkraft von Coalition PLUS mit dem Beitritt neuer Mitgliedsvereine zugenommen. Und es wurden schon Ergebnisse erlangt: Zum Beispiel ist die Einführung der Finanztransaktionssteuer, die es ermöglichen wird, die Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria in den Entwicklungsländern zu finanzieren, dank der hohen Forderungen von Coalition PLUS und der Hartnäckigkeit seiner Mitglieder und Partner in 2012 in Frankreich endlich in Kraft getreten. Unsere Ambitionen sind groß. Wir können uns auf ein weites Netzwerk von aktiven Mitgliedern und Fachleuten verlassen, um diese tagtäglich weltweit zu verteidigen. Alle sind stark bemüht und gemeinsam in zahlreichen Programmen und Projekten aktiv.

Heute hat die weltweite Hilfe Schwierigkeiten antiretrovirale Therapien zu gewährleisten. Die allgemeine Betreuung der erkrankten Personen – ein Erfolgsfaktor der Therapien – erfordert ein Umfeld, in dem die gemeinschaftliche Mobilisierung und die Beteiligung der Erkrankten und ihrer Angehörigen an der Bekämpfung der Pandemie gefördert werden. Genau deshalb spielt Coalition PLUS so eine zentrale Rolle in der weltweiten Bekämpfung von HIV/Aids. Es handelt sich nicht um eine x-te NGO, sondern um eine starke, aktiv engagierte Vereinigung mehrerer Vereine, die den Ausschlag geben wird, um Aids auszulöschen und deren Mitglieder eine wichtige Rolle spielen und ihre Fachkenntnisse zusammentragen, aus den praktischen Erfahrungen Lehren ziehen und ihre Einsatz- und Beeinflussungsfähigkeit bezüglich der weltweiten Maßnahmen stärken können.

ZIELE UND HERAUSFORDERUNGEN

Angesichts der wachsenden menschlichen und finanziellen Mobilisierung, die die Bekämpfung von HIV/Aids erfordert, und der existierenden Schwierigkeiten bei der Umsetzung geplanter Programme (etwa die Beförderung der Geldmittel, die Qualität der Behandlungen, die Wirksamkeit der Präventionsprogramme, etc.) haben die Vereine zur Bekämpfung von Aids – AIDES in Frankreich, ALCS in Marokko, ARCAD SIDA in Mali und COCQ-Sida in Quebec – ihren Willen zum Ausdruck gebracht, über ihre bisherigen internationalen Partnerschaften hinauszugehen, um gemeinsam eine Struktur zur Förderung des gemeinschaftlichen Vorgehens aufzubauen, wie es in der Charta von Coalition Internationale Sida (CIS) definiert ist.

Die Vereinigung „Coalition Internationale Sida (CIS)“ stützt sein Vorgehen auf die Einführung von Ressourcen und Hilfsmitteln, die zur Bekämpfung von HIV/Aids und den Koinfektionen notwendig sind, auf gemeinschaftlichem Wege. Sie zielt darauf ab, ihren Mitgliedern die menschlichen, materiellen und finanziellen Mittel zur Verwirklichung ihrer Aktionen zu garantieren.

DIE ERKANKTEN WIEDER INS ZENTRUM DER HILFS- UND PRÄVENTIONSMASSNAHMEN STELLEN

Die Erkrankten sind wesentliche Protagonisten ihres größeren Wohlbefindens. Sie müssen daher in alle therapeutischen und präventiven Maßnahmen mit eingebunden werden. Die Erkrankten ins Zentrum der Maßnahmen zu stellen bedeutet, mit ihrer verstärkten Verantwortungsübernahme rechnen zu können. Daraus folgt ein Multiplikationseffekt der eingeleiteten Aktionen.

Denn engagierte Kranke sind die ersten Vektoren der Bekämpfung von Aids. Modelle „von oben herab“ durchzusetzen ist nutzlos. Jedem zu verdeutlichen, was bei den Schutzmaßnahmen bei Geschlechtsverkehr oder bei der guten Befolgung einer ARV-Behandlung auf dem Spiel steht, sind hingegen Beispiele eines viel wirkungsvolleren, partizipativen Vorgehens.

WICHTIGE INTERNATIONALE FINANZIERER BEEINFLUSSEN, UM DIE PROGRAMME WEITERZUENTWICKELN

In den wichtigen internationalen Entscheidungen findet die Stimme der Erkrankten nicht ausreichend Gehör, was oft der Wirksamkeit der Hilfsprogramme entgegen wirkt. Wir müssen die Hilfsprogramme zur Beschaffung von Medikamenten im Hinblick auf eine globalere Begleitung der Kranken und ihres Wohlbefindens ausbauen. Somit werden Präventionspolitiken automatisch gestärkt.

Es müssen aktive Plädoyers international ausgeführt werden, die auf der Stimme der Erkrankten, auf der Vorbringung von Forderungen und auf der verstärkten Präsenz der Erkrankten in der Entscheidungsfindung beruhen. Die Idee besteht also darin, sich mit gemeinschaftlichen Vereinen, die dieselbe Philosophie teilen, nicht mehr bei den öffentlichen Behörden jedes einzelnen Staates sondern bei den internationales Instanzen wie die WHO, UNAIDS und therapiefördernde Stiftungen, Gehör zu verschaffen und mit Dynamik Vorschläge einzubringen.

DIE MITGLIEDSVEREINE DURCH UNTERSTÜTZUNG UND VERSTÄRKTE HILFSMITTEL AUSBAUEN

Den Mitgliedsvereinen von PLUS durch die Finanzierung von praxisorientierten Projekten, die nicht den Rahmenbedingungen von Subventionen oder internationalen Finanzierungen entsprechen, Einsatzfähigkeit zu verleihen bedeutet, die Unabhängigkeit ihrer Aktionen zu stärken.

UNSER KNOW-HOW GEMEINSAM NUTZEN, UM GEMEINSCHAFTLICHE FORSCHUNGSPROJEKTE DURCHZUFÜHREN

Jeder Mitgliedsverein kann sowohl von den Anderen viel lernen als ihnen viel lehren. Der kollaborative Ansatz wird durch die Zusammenlegung der Studien und Praktiken entwickelt, um Aids mithilfe von Wissens- und Erfahrungsaustauschen besser bekämpfen zu können.
Dank Forschungsarbeiten und regelmäßigem Engagement in soziologischen Audits und Studien über Aids in den PLUS-Ländern können wir für gewisse Entscheidungen durch eine sachdienliche und objektive Anschauung der Situation zur Aufklärung beitragen. Dies verleiht unserer globalen Aktion auch Kraft.

UNSERE HERAUSFORDERUNG IST LEBENSWICHTIG: DIE AUSBREITUNG VON AIDS STOPPEN!

Wir müssen es schaffen, Aids weltweit zurückzudrängen. Das heißt, alles dafür einsetzen, dass jährlich im Norden wie im Süden sowohl die Anzahl der Ansteckungen als auch die Anzahl neuer Todesfälle abnimmt.

AUFNAHMEKRITERIEN

DIE AUFNAHMEKRITERIEN DES VERBANDS FÜR DIE MITGLIEDSCHAFT:

  • Der Verein ist in seinem Land rechtlich anerkannt,
  • Die Bekämpfung von HIV/Aids ist der Hauptgegenstand des Vereins,
  • Das gemeinnützige Ziel einer „gesellschaftlichen Transformation“ oder eines gleichwertigen Konzepts kommt klar als Ziel des Vereins zum Ausdruck,
  • Das gemeinschaftliche Vorgehen ist innerhalb des Vereins Funktionsprinzip,
  • Infizierte Personen sind präsent und in die Organisation des Vereins mit eingebunden, sei es als Mitglieder oder in der Ausübung von Führungspositionen in den Instanzen des Vereins (Vorstand oder gleichwertiges Organ),
  • Die Texte, die die Führung des Vereins festlegen, garantieren die Repräsentativität seiner Mitglieder auf der Grundlage von demokratischen Prinzipien und werden eingehalten (regelmäßig versammelte Instanzen, protokollierte und verfügbare öffentliche Beratungen),
  • Der Verein führt eine allgemeine und analytische Buchhaltung nach dem Prinzip der Periodenabgrenzung und unter Einhaltung der internationalen Normen,
  • Der Verein ist in der Lage, durch einen unabhängigen Gutachter geprüfte Jahresabschlüsse für die Jahre N-1 und N-2 anzugeben,
  • Ein jährlicher Tätigkeitsbericht über sämtliche Aktionen des Vereins und/oder der eventuellen angegliederten Vereine (Stiftung oder Verband) wird erstellt.

WILLKOMMENSBROSCHÜRE (SOWEIT VON NUTZEN)

Als Sie sich entschlossen haben, Spender/in zu werden, haben wir Ihnen eine Willkommensbroschüre mit Informationen über die Ressourcen und Programme, sowie über die Mitglieder und Partner von Coalition PLUS ausgehändigt. Falls Sie diese nicht mehr haben, können Sie sie unter folgender Adresse bestellen: spenderservice@coalitionplus.org.

SPENDENBÜRO

Für eventuelle Fragen oder Bitten steht Ihnen unser Spendenbüro jederzeit zur Verfügung. Um die optimale Bearbeitung Ihrer Anfragen garantieren zu können, bitten wir Sie, uns diese ausschließlich auf schriftlichem Wege zukommen zu lassen und bedanken uns hierfür im Voraus bei Ihnen. Wir gewährleisten Ihnen natürlich werktags (Montag bis Freitag) eine Antwort binnen 48 Stunden nach Empfang.

E-MAIL: spenderservice@coalitionplus.org
POSTANSCHRIFT:
Coalition PLUS Schweiz
Rue du Grand Pré 9
1202 Genf Schweiz